DON’T SMOKE – CLEVER FOREVER

Eine Reihe führender Fachärzte gründeten unter dem Schirm der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) im September 2014 die ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE, um ein stärkeres Bewusstsein für die verheerenden Konsequenzen des Tabakkonsums zu schaffen. Die Initiative wurde von medizinischen Fachgesellschaften, der Ärzte- und Apothekerkammer sowie der Österreichischen Krebshilfe von Anfang an mitgetragen.

Einer der wichtigsten Mitstreiter war der Journalist Kurt Kuch, der im Rahmen der Aktionen von DON’T SMOKE seine Nikotinabhängigkeit und die daraus resultierende Lungenkrebserkrankung öffentlich machte: “Rauchen tötet. Es war die schlechteste Entscheidung meines Lebens, mit dem Rauchen zu beginnen. Heute kann ich nur versuchen, mitzuhelfen, dass Österreich zumindest europäisches Niveau erreicht, wenn es darum geht, die fatalen Folgen des Rauchens gering zu halten,“ so Kuch bei der Gründung der Initiative. Er selbst verlor im Jänner 2015 seinen Kampf gegen den Krebs.

Zum Start der Initiative lauteten die wichtigsten Forderungen:

  • umfassender Nichtraucherschutz durch ein Rauchverbot in allen Innenräumen, die auch von NichtraucherInnen genutzt werden
  • besserer Jugendschutz durch Erhöhung der Altersgrenze auf 18 Jahre für Kauf und Konsum von Zigaretten und Tabakwaren, Beschränkung der Abgabe von Nikotinprodukten auf konzessionierte Verkaufsstellen und Etablierung von Präventionsprogrammen
  • besserer Raucherschutz durch Erhöhung der Tabaksteuer mit Finanzierung von Information und Beratung
  • Unterstützung der Betriebe, die von den umfassenden Nichtraucher- und Raucherschutzmaßnahmen betroffen sind sowie die
  • Umsetzung des bereits 2005 unterzeichneten WHO-Rahmenübereinkommens zur Tabakkontrolle, damit Österreich seinen Rückstand auf internationale Standards aufholt

Große Erfolge

Größter bisheriger Erfolg der Initiative war der Anstoß der Novellierung des Tabakgesetzes, das mit Mai 2018 ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie mit sich bringt. Ein weiterer Erfolg war die Anhebung des Schutzalters für Jugendliche auf 18 Jahre, das auf der LandesjugendreferentInnen-Konferenz Ende März 2017 beschlossen wurde. Mit Mitte 2018 tritt danach das Rauchverbot für unter 18-Jährige in Kraft.

Es gibt noch viel zu tun!

Freilich braucht es parallel dazu weiterhin intensive Bewusstseinsbildung unter Jugendlichen, um – neben dem Verbot – auch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die Österreichische Krebshilfe sieht es als ihre Aufgabe, diese Arbeit verstärkt weiter zu führen und übernimmt daher mit Mai 2017 – in enger Zusammenarbeit mit der OeGHO – die Agenden der Initiative. „DON’T SMOKE hat einen wichtigen Stein ins Rollen gebracht und es erstmals geschafft, das Thema Nichtrauchen auf eine breite, gesellschaftspolitische Ebene zu setzen. Wir bedanken uns bei der OeGHO, allen voran Hellmut Samonigg, für diese Leistung,“ bedankt sich Krebshilfe Präsident Dr. Paul Sevelda für diese wichtige Initialzündung.

Die Krebshilfe will auf der Plattform DON‘T SMOKE in Zukunft einerseits ihre Aktivitäten zum Thema Nichtraucherschutz bündeln und andererseits die breite Interessensgemeinschaft dahinter für ihre aktive Arbeit zum Nichtraucherschutz in Österreich einsetzen.