Rauchen und Krebs

Rauchen führt zu Inhalationsschäden entlang der „Rauchstraße“ von den Lippen über den Kehlkopf bis hinunter in die Lungen, auch zu Problemen an Zähnen, Zunge und Mundschleimhaut.

Die Zellschädigung führt zu reaktiven Schleimhautentzündungen; im Mund ist es z. B. die Paradontitis, die Zahnhalsentzündung. Bei Paradontitis und Krebs im Mund spielen neben Rauch auch Alkohol, das humane Papillomavirus (HPV) und die Mundhygiene eine wesentliche Rolle. Selbst der kalte Kautabak lässt an den Kontaktstellen an der Wangenschleimhaut vermehrt Karzinome entstehen. Raucher verzeichnen auch einen früheren und vermehrten Zahnausfall.

Beim Raucher legt sich nicht nur die Haut, sondern auch die Lunge vorzeitig „in Falten“. Die Folgekrankheit heißt Lungenemphysem oder COPD (s. S.7), bei der die Lunge durch Gewebszerstörung schlaff und der Gasaustausch vermindert wird, sodass weniger Sauerstoff ins Blut gelangt und die körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt. Der Raucherhusten ist ein Frühsymptom, die Atemnot folgt später.

Zigarettenrauch ist hauptverantwortlich für Tumore in Mundhöhle, Zunge, Kehlkopf, Bronchien und Lunge sowie Blase und mitverantwortlich für Krebs von Niere, Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse, Dickdarm und Haut.

Zahlen & Fakten

Rauchen ist für ein Drittel aller Krebserkrankungen verantwortlich – das sind in absoluten Zahlen jährlich 13.000 Neuerkrankungen. Gut ein Drittel davon fallen auf Lungenkrebs. 2014 erkrankten 1.822 Frauen an Lungenkrebs. Lungenkrebs ist somit nach Brust- und Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei Männern ist diese Zahl mit 2.894 Fällen noch höher. Während die Neuerkrankungen bei den Männern auf hohem Niveau gleich bleiben, hat sich die Zahl bei Frauen in den letzten 20 Jahren beinahe verdoppelt. Bei der Todesrate nimmt Lungenkrebs eine Spitzenplatzierung ein: Bei Frauen ist Lungenkrebs die zweithäufigste (nach Brustkrebs), bei den Männern die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen.
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Broschuere-2017