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„Tiefpunkt gesundheits- politischer Diskussion mit Methode.“


Bregenz, 15.12.2017. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich unterstützt die Petition der Österreichischen Krebshilfe. Gleichzeitig fordert das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich die Verantwortlichen für Gesundheitspolitik in allen Parteien und Verbänden dazu auf, Gesundheit komplexer und im weltweiten Zusammenhang zu bedenken. 

Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich setzt sich nachdrücklich für ein Rauchverbot in österreichischen Gaststätten ein. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich unterstützt darum die Petition der Österreichischen Krebshilfe und fordert zur Teilnahme an deren Unterschriftenaktion auf. 

Gleichzeitig weist das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich darauf hin, dass sich komplexe Themen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge nur bedingt für Volksentscheide eignen: Dazu Matthias Wittrock, Geschäftsführer des Aussätzigen-Hilfswerks Österreich: „Das Menschenrecht auf Gesundheit und die Verantwortung des Staates als Pflichtenträger sind nicht verhandelbar.“ 

Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich basiert seine Arbeit auf der Deklaration von Alma-Ata (1978) und der Ottawa Charta (1986). In Alma Ata einigten sich die Staaten auf das Prinzip „Gesundheit für Alle“. Die Ottawa Charta führte die unterschiedlichen Arbeitsfelder Gesundheitsaufklärung, Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung, Gesundheitsberatung, Gesundheitsselbsthilfe und Präventivmedizin zusammen. Über die Vorsorge hinaus ist es staatliche Pflicht, gesundmachende Faktoren und Umweltbedingungen zu fördern. 

Die parlamentarische Demokratie ist in der Lage, diese komplexen Themen zu besprechen und zu verhandeln. Dazu Wittrock: „Die populistische Verkürzung der Debatte um die ‚Tschick‘ im Sinne eines imaginierten ‚Freiheitsdiskurses‘ legt die Axt an die Gesundheitsaufklärung. Das darf nicht Schule machen.“ Daniela Klocker, Projektreferentin Ostafrika, erinnert die derzeit geführte Debatte um Reformen im österreichischen Gesundheitssystem an das eigene Arbeitsfeld: „Eine am Machterhalt orientierte Politik argumentiert nicht evidenzbasiert, sondern appelliert an Emotionen und schürt Konflikte. Populismus als politische Methode trennt die Gesellschaft in zwei Gruppen und schafft Gegensätze. Gefühlte Wahrheit wird wichtiger als Fakten. Diese Methode macht krank.“ Nach Auffassung Pfarrer Edwin Matts, Kuratoriumsvorsitzender des Aussätzigen-Hilfswerks Österreich, wird in der Debatte um das Rauchverbot die Schwäche des politischen Diskurses deutlich. Dazu Pfarrer Matt: „In der globalisierten Welt werden Gesundheitsfragen komplexer. In unserer politischen Debatte erleben wir dagegen eine Komplexitätsreduktion und Polarisierung. Dieser treten wir im Interesse der Gesundheitsförderung in der Einen Welt und unter Hinweis auf Gesundheitsgerechtigkeit als einem zentralen Wert der christlichen Heilslehre entgegen“. 

Die Auswirkungen des Tabakkonsums sind vielschichtig: Nach einer neueren Studie der Weltgesundheitsorganisation geht pro 300 gerauchte Zigaretten ein Baum verloren. Jedes Jahr sterben wenigstens sechs Millionen Menschen weltweit an den Folgen der Nikotinabhängigkeit. Die Belastung für die Gesundheitssysteme geht in die Milliarden. Werbeverbote für Tabak, für Rauchverbote in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz sowie eine dauernde Verteuerung von Tabakprodukten sind wirkungsvolle Maßnahmen. 
 

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